Das Staatsfernsehen bastelt einen deutschen Rechtsextremen

Vor 10 Jahren ermordete Davoud Ali Sonboli im Münchner Olympia-Einkaufszentrum acht Jugendliche und eine 45-jährige Mutter. Sonboli ist nicht nur ein Symbol für fehlgeschlagene Integration, er ist ein Paradebeispiel für die Fälschung von Geschichte, wie das Staatsfernsehen sie betreibt. Damit wird eine Gefahr von Rechts inszeniert, die es kaum gibt.

Sonboli ist kein deutscher, es ist ein iranischer Nachname. Den hat man zu „S.“ verkürzt und aus „Davoud Ali“ wurde „David“.

In der ARD-tagesschau textet heute, am 22. Juli 2026 Thies Marsen vom Bayerischen Rundfunk:

„Vor zehn Jahren tötete ein rechtsextremer Attentäter neun Menschen am Olympia-Einkaufszentrum in München. Behörden werteten die Tat lange als unpolitischen Amoklauf – mit Folgen für die Betroffenen.
Von Thies Marsen, BR

Wenn Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier heute bei der Gedenkfeier zum 10. Jahrestag des Attentats am Münchner Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) das Wort ergreifen wird, werden ihm die Überlebenden des Anschlags und die Hinterbliebenen der Opfer genau zuhören.

Es beginnt in der Fachstelle „Fachstelle für Demokratie, geg. Rechtsextremismus“ der Stadt München. Dort gibt man ein Gutachten in Auftrag, dessen Ziel darin besteht, herauszufinden, ob David S., also Davoud Ali Sonboli, der Mörder aus dem Olympia Einkaufszentrum nicht vielleicht doch rechtsextremistisch gewesen sein könnte, immerhin haben seine Opfer einen Migrationshintergrund.

Das Gutachten, an dem unter anderem Matthias Quent beteiligt ist, kommt – kaum überraschend – zu dem Ergebnis, dass David S., also Davoud Ali Sonboli, rechtsextremistisch motiviert war. Matthias Quent, der damalige Leiter des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft, das in Jena mit Mitteln des Thüringischen Landtags geschaffen wurde und in Trägerschaft der Amadeu-Antonio-Stiftung (AAS) betrieben wird, war zu diesem Zeitpunkt noch ein Angestellter der AAS-Stiftung und hat an diesem „Gutachten“ mitgeschrieben. Es ist der gleiche Quent, der sich intensiv mit der Aufarbeitung des NSU-Komplexes befasst (hat), eine Aufarbeitung, die auch Martina Renner, die einst über die Landesliste von Thüringen für die LINKE in den Bundestag eingezogen ist, interessiert. Renner interessiert auch die Frage, ob David S., also Davoud Ali Sonboli nicht vielleicht doch als Rechtsextremer durchgehen könnte. Sie macht diese Frage zum Gegenstand einer Kleinen Anfrage im Bundestag.

Ein Jahr später, sind dann auch „die Ermittler“ der Ansicht, man müsse die „rechtsradikale und rassistische Gesinnung“ von David S. in Rechnung stellen, eine Gesinnung, die sie erst mit einer Verspätung von drei Jahren ermitteln konnten.

David S. ist eine Namensschöpfung der deutschen Medien. Der Mörder Davoud Ali Sonboli hat selbst „Migrationshintergrund“ und ist somit der erste iranisch-stämmige Rechtsextremist, der in Deutschland geschaffen worden ist.

Ein rechtsextremer Attentäter wird erfunden: Wenn aus Ali David wird [Rubrik Lügenfunk]

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